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Johanna: Wo ist sie, die Welt?
Johanna: Hallo Welt!
Jolizazila: I've never been impressed so much.
JoHanna: "Der Himmel hat den Menschen als Gegengewicht zu den vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: Die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen." (I. Kant)
JoHanna: Und es geschah zu der Zeit, da das Nordlicht den orientalischen Himmel streichelte, dass die Sehnsucht der Endzeit in die Dinge fuhr:„Küss mich,” sprach zur Kippe die Lunte.
Pablo Valle: Hi, greetings from Spain!!...Very interesting things here....see you...
Camilla: Das neue Frauenmagazin GAZELLE will auf spezifische Probleme, Bedürfnisse und Interessen der in Deutschland lebenden Migrantinnen und deutschen Bürgerinnen eingehen und ihnen eine Plattform zum Austausch bieten, um somit einen Beitrag zum interkulturellen Verständnis und Zusammenleben zu leisten. Ziele: Ein verständnisvolles Miteinander, Offenheit für andere Kulturen und Denkweisen der deutschen und ausländischen Mitbürgerinnen fördern und entwickeln, Denkbarrieren gegenüber anderen Kulturen un
Martin Luther: Unser aller Leben steht täglich unter Gottes Toleranz. Er steht nicht mit der Keule hinter dir. Gott steht vor dir mit Muskatellerwein... Er trägt sich dir an zur Vergebung der Sünden, zur Versöhnung.
Jolizazila: Take care, it's fall. Thank you.
Sevy: Hi ----------- Have a super day !!!
april: Going 2 change my name this night!! NEbuddy interested in my new name??
Johanna: Dito; wie das Zentrum für Islamische Frauenforschung und Frauenförderung 4:34 erläutert.
Johanna: Ergänzung zum Thema "Frauen im Islam": Am Beispiel unterschiedlicher Übersetzungen des Koranverses 4:34 zeigt die Muslima Silvia Horsch auf, wie bedeutend und bedeutungsbestimmend das (geistige) Auge beim Verstehen doch ist.
Johanna: I added some quotings on mixing up certain ethnocultural habits with Islam.
Camilla: Hallo, Jo. Ich habe dem Kindererziehungstopic eine Fundstelle zur patriarchalischen Überlagerung des Islam (Ehre und Ehrenmord, Mädchenkeuschheit und FGM, Jungfräulichkeit und Hymenwiederherstellung) zugefügt. LG, C.
Akide: Warum nur Deppen ihre Frauen schlagen.
Johanna: Ergänzungen zum Thema Polemik.
Johanna: Neu zum Thema "Absolutheit": In der Religion kommt das Subjektive zur Ruhe und Gewissheit - 14.4.06 11:25. Siehe auch http://tinyurl.com/kdseh (Absolutheit).
Björn: Hallo. Hab was aus der Syllabus-Enzyklika von 1864 kopiert. MfG, B.
Rainbow: Time to go an a Easter Egg hunt !
Johanna: 2006-04-06: A violation of girls' and women's human rights: Female Genital Mutilation/Cutting.
Johanna: Neue Ergänzungen zum Thema "Kindesbild und Erziehung im Islam".
Johanna: Hello, april. Let me have a guess... Was it "March"??
Johanna: Ist friedliches Zusammenleben mit dem Wahrheitsanspruch der Religionen vereinbar?
Johanna: Kulturdialog statt Kampf der Kulturen.
april: Just having changed my monthly name. NEbuddy interested in my previous name?
Fabienne: Darin schien mir passend: Das Gott-Mensch-Verhältnis sei, so DUNS SCOTUS, nicht seinshaft-metaphysisch bestimmt, sondern voluntativ-liebend. LG
Fabienne: ZUSAMMENFASSUNG: Die Lehre von der "Belehrten Unwissenheit" des NIKOLAUS VON KUES (1401-1464) führt die Vernunft an die Grenzen des Wissens, dessen "Jenseits" sie, von ihm ergriffen, nichtwissend ergreift. Zwischen dem unentrinnbaren Scheitern des Verstandes und der drohenden Unvernunft bloßen Glaubens geht das Denken so den Weg einer negativen Theologie, die weiß, daß das, wovon sie nicht schweigen kann, sie zugleich zum Verstummen zwingt.
Fabienne: Hi. Habe Ihrem Glaubensbekenntnis einen Auszug aus Neuhaus, Peter: "An den Grenzen des Wissens: Die Docta Ignorantia des Nikolaus von Kues" angehängt.
Johanna: Muss mich in das Schlüsselthema "Angst und Religion" hineinknien.
Johanna: Um die Wahrheit wird hier gerungen, um die Wahrheit wird dort gerungen; überall wird um die Wahrheit gerungen, und man möchte fast glauben: Noch bevor wir sterben, wird die Wahrheit errungen sein. Sela! J.
Jo: Hanna, du bist so nass um die Blase. - Hanna: ?? - Jo: Blass um die Nase, Tschulligung. - Hanna: Mir ist so vollmondig... - Jo: Ebent. - Hanna: Es ist Vollmond... - Jo: Jaja. Und in einem Monat ist Ostern. - Hanna: Nach dem nächsten Vollmond... - Jo: Tscha. Es kommt eben alles wieder, was gegangen war. - Hanna: Uh - hu? Jo: Genau. Auch die Piepmätze tirilieren schon im verschneiten Geäst. Am hellichten Tag! - Hanna: Gack...
Jolizazila: Hi. Would N E buddy please tell me what's up with Mary Christmess?
Hanna: Es schneit. Weiße Kristalle schmiegen sich an meinen schwarzen Schal und vergehen unter meinem warmen Atem. - Möchte einen Schneeball in die Zweige über mir werfen, tu's aber nicht. Der tausendfältigen Schönheit wegen, die ich nicht zerdrücken mag.
Jolizazila: Hi. Nice to meet you.
Johanna: Es wird Zeit, dass ich mich weiterentwickele.Aber gesetzt, meine Freunde und meine Gegner kämen nicht mit mir mit, blieben als Freunde oder als Gegner der alten Johanna treu - würde es mich in solch komplizierten Verhältnissen zerreißen?
Johanna: Hi Anna. All the best for you and all the people in the middle of this catastrophe caused by Katrina. Don't drop down your confidence. My thoughts are with you. Take care. Johanna
venom75: Thanks for the comment you left in my hurricane post.
venom75: Just stopping by to say hi.
Johanna: Hi Eric. Thanks for your hello. I just visited your journal. I like it. Regards, Johanna.
eric: just drop in to say hello!
Johanna: Nunmehr als Mirror auf Johanna-Webprojekte.de: Dittmar online - Psychologie: Leben, Glauben, Religion, Gott und der Rest der Welt. Danke, Volker Dittmar. J.

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05.8.05

15:09

"Extra Ecclesiam nullam esse salutem"

«Quare nemo salvabitur, qui sciens Ecclesiam a Christo divinitus fuisse institutam, tamen Ecclesiae sese subiicere renuit vel Romano Pontifici, Christi in terris vicario, denegat oboedientiam.»
«Daher wird niemand gerettet werden, der, obwohl er weiß, daß die Kirche von Christus göttlicherseits gegründet wurde, es dennoch ablehnt, sich der Kirche zu unterwerfen oder dem Römischen Bischof, dem Stellvertreter Christi auf Erden, den Gehorsam verweigert.»
Brief des Hl. Offiziums an den Erzbischof von Boston (1949)

Das möchte ich einmal unkommentiert so stehen lassen.
Johanna

9 ↗ Kommentare, Ergänzungen.

Posted by Hanna:

«Glaubt nicht an das, was ihr gehört habt; glaubt nicht an Traditionen, nur weil sie über viele Generationen hinweg überliefert worden sind; glaubt nichts, weil es als Gerücht kursiert oder weil viele darüber sprechen; glaubt nichts nur deshalb, weil es angeblich durch eine schriftliche Äußerung irgendeines alten Weisen bestätigt wird; glaubt nicht an Mutmaßungen; glaubt nicht nur an die Autorität eurer Lehrer und Ältesten.
Wenn eure eigenen Beobachtungen und eure Analyse mit den logischen Erwägungen des Verstandes übereinstimmen und das Geprüfte dem Wohl aller förderlich ist, erst dann akzeptiert es und lebt ihm entsprechend.»
Siddhartha Gautama

18.8.05 @ 8:38

Posted by Björn:

Aus: Stellungnahme der Kammer für Theologie der EKD zu Communio Sanctorum, 2002

Das Verhältnis von Jesus Christus und Kirche


Zuzustimmen ist Sätzen wie: „Da er [Christus] allein es ist, der die Seinen zu Gliedern seines Leibes macht, ist er das eine Haupt dieses Leibes ... Das ganze Leben der Christen als Glieder seines Leibes ist ein Wachstumsprozess zu ihm hin.“ „In seinem Wort und in den mit seinem Wort verbundenen Zeichen, den Sakramenten, ist Christus gegenwärtig. Durch sie ruft er die Menschen zum Glauben und wirkt in ihnen Glauben.“ „In der Offenbarung Gottes in Jesus Christus gründet der christliche Glaube: Der Auferstandene ist inmitten der Seinen gegenwärtig, ‘bis zum Ende der Welt‘. Er nimmt alle, die an ihn glauben, in seinen Dienst.“
Calvin schreibt: „In der Kirche soll allein Christus regieren und herrschen. Er allein soll in ihr auch die Führung und den höchsten Platz innehaben und die Gewalt allein durch sein Wort ausüben.“

Beide Seiten sagen in der Studie gemeinsam, die Kirche sei „Zeichen und Trägerin des göttlichen Heils“. In (44) wird von der Kirche als Trägerin der universalen Vermittlung der Offenbarung gesagt, dass sie den Glaubenden gegenüberstehe. Bedeutet dies, dass diese (Amts-)Kirche Christus zumindest so nahe und ähnlich ist, dass sie den Glaubenden gegenüber stehen kann? Und wo bleibt dann die für das Verständnis der Kirche wesentliche Unterscheidung zwischen ecclesia audiens und ecclesia docens? Durch die Verbindung der beiden Begriffe Zeichen und Trägerin entsteht zudem der Eindruck, sie meinten dasselbe. Sie bezeichnen aber Unterschiedliches: Als Zeichen hat die Kirche Verweischarakter, das entspricht evangelischem Verständnis. Als Trägerin indes ist sie priesterliche Mittlerinstanz zwischen Christus und den Glaubenden, das ist römisch-katholische Auffassung. Auf eine solche Weise wird ein Grunddissens zwischen römischem und protestantischem Kirchenverständnis verwischt, aber eben nicht beseitigt.

Das Entscheidende, was die Kirche zur Kirche macht, ist die Gegenwart Jesu Christi in seiner Gemeinde. Er gebraucht die Verkündigung, die Sakramentsfeier und das kirchliche Amt als sein Werkzeug. Deshalb verdunkelt die Rede von der Kirche als „Raum, in dem Gott durch Wort und Sakrament den Menschen begegnet“, den Ereignischarakter der Kirche, indem dem Eindruck Vorschub geleistet wird, als existiere die Kirche als Raum unabhängig von oder gar vorgängig zu rechter Wortverkündigung und Sakramentsfeier. Damit wird auch das Problematische einer Rede vom „Grundsakrament“ deutlich, das in der neueren römisch-katholischen Theologie für die Kirche gebraucht wird.
20.8.05 @ 13:39

Posted by Hanna:

Über einen Menschen, ob ungeboren oder geboren, lebend oder gestorben, historisch oder zukünftig existent, eine endgültige, absolute Verurteilung auszusprechen, als wäre man in der Lage, mit seinem Sprachrohr den absoluten Geist anzuzapfen, ist, je nach Absicht des Verurteilenden, eine
* lächerlichst dumme,
* unerträglich dreiste und geschmacklose,
* menschenverächtliche und Hass säende,
* gotteslästerliche,
jedenfalls lästige und das menschliche Zusammenleben belastende Anmaßung.

Gedanken sind frei. Aber jeder sollte es für sich behalten, wenn er gedanklich

* die Fülle der göttlichen Gnade einschränkt, die einer bestimmten Person zuteil werden kann,
* einen bestimmten Menschen zur Hölle oder in ein anderes gottfernes Behältnis schickt,
* die Wahrheit und Erhabenheit des Gottesverständnisses einer anderen Person für nichtig hält,
* die Worte, mit denen eine andere Person über ihre Beziehung zu Gott spricht, als heilloses Gedöns abtut.

Eine solche Vermessenheit sollte sich in einem religiösen Dialog nicht finden. Sie findet sich hier aber zuhauf.
Wo immer sie vorkommt, vermute ich als Grund, dass die Entwicklung einer Kultur des mitmenschlichen Umgangs nicht mit der Entwicklung der religiösen Überzeugung Schritt gehalten hat.
Das ist schlimm. Theoretisch ist Religion Teil von Kultur. Wenn sie es praktisch nicht ist, kommt das Zwischenmenschliche in Teufels Küche. Menschen, denen das gleichgültig ist, können sich ihre Religion an den Hut stecken, der dann längst den Bach hinuntergeht.
Denn:

«Nur über die Anerkennung der Zentralität der Person
kann man eine gemeinsame Verständigungs-Grundlage finden,
eventuelle kulturelle Gegensätze überwinden
und die explosive Kraft der Ideologien neutralisieren.»

Papst Benedikt XVI. (2005-08-20)

23.8.05 @ 9:48

Posted by GDG:

Jede Gruppierung verkrustet, sobald ihre Macht instituiert ist. Der Geist, der sie im Ursprung bewegt haben mag, trocknet in Definitionen und Regularien ein.
Die Annahme, mit diesen Festlegungen würde die Tradierung des ursprünglich lebendigen Geistes gewährleistet sein, trügt, bedarf daher selbst der dogmatischen Absicherung.
Gegen Objektivierungen des Geistes ist nichts einzuwenden; wohl aber ist etwas dagegen einzuwenden, wenn die in ihnen liegende Zumutung der Resubjektivierung nicht lebendig gehalten und - vor allem! - nicht dem Subjekt selbst, sondern einem Vormund anvertraut wird, dann allerdings nicht zur Zumutung, sondern zur Fütterung.

24.8.05 @ 8:25

Posted by Hanna:

G.: «Die ungetauften unmündigen Kinder erleiden exakt die poena damni - das ist der Ausschluß von der beseligenden Gottesschau (schlimm genug, denn dieser Ausschluß macht das eigentliche Wesen der Höllenstrafe aus), aber nicht die poena sensus, auch positive Höllenstrafe genannt - äußere Strafleiden, das Höllenfeuer eben.»


Ha.: Die Theorie von der Verdammnis, mit der ungetaufte, unmündige, von persönlichen Sünden freie Kinder bestraft werden, ist eine Theologie über einen abtreibenden Gott:
Diesem Irrsinn zufolge werden die Menschenkinder, denen es infolge eines Schwangerschaftsabbruchs real nicht vergönnt war, das Licht der Welt zu erblicken, auch noch von Gott gehindert, sein Licht zu schauen.
Das ist krank.


G.: «Wer Kinder, wenn es denn so ist, daran hindert, zur Gottesschau zu gelangen, ist nicht Gott, sondern es sind diejenigen, die Gottes Barmherzigkeit ins Gesicht schlagen, indem sie die Ungeborenen töten, die Gottes Barmherzigkeit verachten, indem sie ihre Kinder nicht taufen.»


Ha.: Dieser Gott wäre eine von Menschenhand zu bedienende Sortiermaschine. Der Glaube, aus der neutestamentlichen Überlieferung einen solch armseligen, verkorksten Gottesbegriff ableiten zu können, ist Zeugnis des Unglaubens.
Welcher reine Geist, der Anschauung Gottes aus welchen Gründen auch immer würdig, würde sich auch nur eine Ewigkeitssekunde entrückter Gottesverherrlichung widmen können, wenn er auch nur die Seele eines einzigen Kindes der "Strafe der Verdammnis" ausgesetzt wüsste?

06.9.05 @ 21:51

Posted by Hanna:

Von Kindern und eschatologischen Kopffüßlern

Vorzeiten, da noch kein Katholik die Nase rümpfte, wenn der Name Karl Rahner ausgesprochen wurde, erzählte mir ein Theologieprofessor, Jesuit, der wissendste aller Theologen sei immer der Teufel, wissender sogar als Karl Rahner. Ich glaube, der Mann hatte irgendwie Recht. Okay. Aber Karl Rahner war derjenige von beiden, der ein glaubendes menschliches Herz hatte. Skrupel, die Kindlein, ebenso sünden- wie verdienstlos, von Gott an- und aufgenommen zu glauben, waren wohl daher nie Skrupel Rahners, obwohl meines Wissens selbst kinderlos.

Der Teufel wird das sicherlich besser, wenngleich nicht notwendigerweise anders wissen. Aber ganz gewisslich kennt er keine Skrupel, den dafür Anfälligen die Neigung einzublasen, der Untermauerung eines Axioms halber die durch Jesus Christus offenbarte Beziehung Gottes zu den Menschen passend zurechtzustutzen und zum Automatismus zu verfälschen, als wäre Gott nicht imstande, sich wenigstens teilweise oberhalb der Grenze menschlichen Erkennens und Regulierens zu halten und zu verhalten.
Das soll das einzige Mal gewesen sein, dass ich den Teufel an die Wand gemalt habe. Es geht auch ohne. Das Bild vom Kopffüßler ist tintig genug.

Meine positive Grundeinstellung zu theologischen Raffinaten kippt um, wenn sie meinem schlichten gesunden Menschenverstand gespenstisch oder närrisch vorkommen: wenn Experten in Fragen, die das Letzte des Menschen und zugleich geistige Grundlagen seiner Lebenskultur betreffen, apodiktische Antworten zu geben wissen, die die Unfassbarkeit Gottes handhabbar machen wie Aladins Lampe, seine Größe verschrumpfköpfen und ein Gottesbild als heilsnotwendig ausläuten, in dem ich nichts sehen kann als die Überhöhung eines aufgeblasenen, unterentwickelten Selbstverständnisses.
Archivistische Grabungen fördern nichts als staubige Luft zu Tage, die die fehlende Mitte nicht auffüllen kann. Wo das Denken aus dem Herzen kommen müsste, sind Zitate und andere Bezugnahmen auf Autoritäten ein kindischer Ersatz.

I.
Wenn Gottes Eigenschaften gegeneinander im Wettstreit lägen, dann möchte ich mir den einsamen Theatrarchen nicht vorstellen, der die Figuren schnitzt, sie auf- und abtreten lässt und sie dann lieblos in die Kiste wirft.

II.
Das Äußerste, womit ich meine Vorstellungskraft strapazieren möchte, ist der grausamst Gerechte. Wenn der aber etwas Menschliches an sich heranließe, wären es allemal die Kinder. Ob geboren oder nicht, ob gestorben oder nicht, ob süß oder nicht, ob getauft oder nicht: die Kinder.

III.
Dass sich Gott als einer offenbart hat, der mehr vom Menschen will als bloßes, bloß unschuldiges Sein, der mehr von sich ahnen lässt als seine Allmacht, Allwissenheit und Gerechtigkeit, das macht mich glauben.

07.9.05 @ 17:59

Posted by Johanna:

"In der täglichen Ausübung Unseres apostolischen Hirtenamtes geschieht es oft, dass bisweilen Stimmen solcher Personen unser Ohr betrüben, die zwar von religiösem Eifer brennen, aber nicht genügend Sinn für die rechte Beurteilung der Dinge noch ein kluges Urteil walten lassen."
Zwei Sichten, Wahrnehmungen, Modelle, Entwürfe von Kirche und Gesellschaft stehen in der katholischen Glaubensgemeinschaft einander widerstreitend gegenüber. Vor dreiundvierzig Jahren rief der damalige römische Bischof dazu auf, dem Eintritt der Menschheit in eine neue Ordnung nicht mit dem mittelalternostalgischen antimodernistischen Paradigma zu begegnen, sondern ihn aus gottvertrauender Zuversicht heraus mitzugestalten.
Die ihm täglich (waren es die höfischen Beamten?) zu seiner Betrübnis in den Ohren lagen, meinten, "in den heutigen Verhältnissen der menschlichen Gesellschaft nur Untergang und Unheil zu erkennen. Sie reden unablässig davon, dass unsere Zeit im Vergleich zur Vergangenheit dauernd zum Schlechteren abgeglitten sei. Sie benehmen sich so, als hätten sie nichts aus der Geschichte gelernt, die eine Lehrmeisterin des Lebens ist, und als sei in den Zeiten früherer Konzilien, was die christliche Lehre, die Sitten und die Freiheit der Kirche betrifft, alles sauber und gerecht zugegangen.
Wir aber sind völlig anderer Meinung als diese Unglückspropheten, die immer das Unheil voraussagen, als ob die Welt vor dem Untergang stünde. In der gegenwärtigen Entwicklung der menschlichen Ereignisse, durch welche die Menschheit in eine neue Ordnung einzutreten scheint, muss man viel eher einen verborgenen Plan der göttlichen Vorsehung anerkennen. Dieser verfolgt mit dem Ablauf der Zeiten, durch die Werke der Menschen und meistens über ihre Erwartungen hinaus sein eigenes Ziel, und alles, auch die entgegengesetzten menschlichen Interessen, lenkt er weise zum Heil der Kirche."
(Papst Johannes XXIII. in seiner Eröffnungsansprache zum Zweiten Vatikanischen Konzil, 1962-10-11)

Diese Ermutigung traf bei den kurialen Schranzen und ihren alliierten Exzellenzen aus deutschen Landen nie auf Verständnis und Unterstützung, sondern auf ängstliche, pessimistische, reaktionäre Abwehr.
08.1.06 @ 8:37

Posted by Björn:

Aus der Enzyklika "Quanta cura" (1864)
Diese falschen und verkehrten Meinungen müssen umso mehr verabscheut werden, als sie gerade danach streben, die heilsame Gewalt zu hemmen und zu beseitigen, welche die katholische Kirche nach der Anordnung und dem Gebot ihres göttlichen Stifters bis an das Ende der Zeiten, sowohl gegenüber dem einzelnen Menschen, als auch gegen die Nationen, Völker und ihre Herrscher, unbehindert ausüben muß, sowie die gegenseitige Gemeinsamkeit und Eintracht der Absichten zwischen Kirche und Staat abzuschaffen, die zu allen Zeiten dem geistlichen und bürgerlichen Bereich förderlich und heilsam war [FN: Gregor XVI., Enzyklika Mirari vos vom 15. August 1832.].
Ihr wißt sehr wohl, Ehrwürdige Brüder, daß es heutzutage viele gibt, die das absurde und gottlose Prinzip des sogenannten Naturalismus auf die staatliche und bürgerliche Gesellschaft anwenden und zu lehren wagen. Die beste Staatsverfassung und der bürgerliche Fortschritt erforderten unbedingt, daß die menschliche Gesellschaft aufgebaut und regiert werde, ohne dabei irgendeine Rücksicht auf die Religion zu nehmen, als ob diese nicht existieren würde, oder zumindest keinen Unterschied zwischen der wahren und der falschen Religion zu machen. Im Gegensatz zur Lehre der Heiligen Schrift, der Kirche und der heiligen Väter behaupten sie ohne zu zögern: Der beste Zustand der Gesellschaft sei, der Staatsgewalt nicht die Verpflichtung zuzuerkennen, durch gesetzlich festgelegte Strafen die Übeltäter und Entehrer der katholischen Religion in Schranken zu halten, außer wenn die öffentliche Ruhe dies erfordern sollte.
Von dieser absolut falschen Vorstellung über die Regierung des Staates, scheuen sie sich nicht, die irrige Meinung zu begünstigen, welche für die katholische Kirche und das Heil der Seelen im höchsten Grad zum Untergang führt, die bereits Unser unmittelbarer Vorgänger seligen Andenkens, Gregor XVI., als Wahnsinn bezeichnet hat [FN: Ebd.], und zwar, die Gewissens- und Religionsfreiheit sei das eigene Recht eines jeden Menschen. Dieses Recht müsse das Gesetz in jeder wohlgeordneten Gesellschaft proklamieren und sicherstellen. Für die Bürger bestehe ein Recht auf eine allgemeine Freiheit, die weder durch die kirchliche, noch durch die staatliche Autorität eingeschränkt werden darf, und die ihnen erlaubt, ihre Ansichten und Empfindungen durch das gesprochene Wort, durch Druckschriften, oder auf andere Weise offen bekanntzugeben und zu erklären. Während sie dies leichtfertig behaupten, bedenken und erwägen sie nicht, daß sie die Freiheit des Verderbens [FN: Augustinus, Epist. 105 al. 166.] verkünden.
08.4.06 @ 14:33

Posted by Johanna:

Heilsvoraussetzungen werden nicht von den Religionen gesetzt, und wenn sich noch so viele ihrer Frommen und Gerechten und Gelehrten über Jahrhunderte hindurch darum bemühen. Eine solch wichtige Frage lässt sich der Schöpfer aller Voraussetzungen sicherlich nicht aus der Hand nehmen. Scheren sich die Apodiktischen unter den Frommen und Gerechten und Gelehrten nicht darum, neigen, wie man allenthalben sieht, viele von ihnen dazu, die Himmelspforten zu besetzen und Angst an den Rändern der von ihnen genauestens abgesteckten Wege zu säen.
Ohne Gott wären die Religionen nur eitel. Es ist gut, dass ein Gott ist. Wer wagt es da, jemandem zu sagen, er könne nicht darauf vertrauen, unter Seinem Schutz und unter Seiner weisen Führung zu stehen?
07.7.06 @ 8:33

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